ANDREAS LUKAS

Leseminute

Wenn der beginnende Herbst die Menschen mit seiner verschwenderischen Farbenvielfalt betören wollte und die weiche Luft des Spätsommers noch auf der Haut spürbar war, konnte er das ungute Gefühl nicht mehr abschütteln, dass die schönste Zeit eines Jahres sich einem Ende neigte. Die Farbenvielfalt sollte Trost spenden für den nicht aufzuhaltenden Lichtverlust. Die herbstliche Farbenpracht wollte einen gewissen Ausgleich bieten.
Der Morgen verwehrte einem meist den Ausgleich für die abhanden gekommene Stunde am Abend. Die Herbstsonne an den weniger gewordenen wärmeren Tagen weckte wehmütig die Erinnerung an verflossene, lichte Sommertage. Es war nicht seine Zeit, die sich mit der Verschiebung und Verknappung der hellen Stunden ankündigte. …

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