ANDREAS LUKAS

Leseminute

Auf der runden blauweißen Wanduhr standen die Zeiger auf sieben Minuten vor sieben, als er sich an diesem Augusttag schließlich dazu aufraffte, vom ersten Stock sichtbar schläfrig hinunter in die Küche zu gehen. Er hatte unruhig geschlafen. Er fühlte sich schlecht. Er wusste nicht, was mit ihm los war. Es kam ihm vor, als sei in dieser lauen Nacht irgendwie unheimlich viel passiert. Und mit dem Ankommen in diesem Tag, der bereits für sich beschlossen hatte, ein besonderer und unvergesslicher zu werden, stieg ein ungewohntes und unbekanntes Gefühl in ihm auf. Wie ein Krake machte sich damit eine dumpfe Ahnung breit. Eines erschien ihm dabei sicher zu sein: Das Leben verläuft meist nicht so, wie man sich dies vorstellt, wie man dies plant oder sich vorgenommen hat …




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