ANDREAS LUKAS

 

Nie mit, aber auch nicht ohne
Roman
2017. 216 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag € 18,90
ISBN 978-3-8301-9695-2
R. G. Fischer Verlag

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LESEPROBE

Das Besondere: Dieses Buch wird im Buch geschrieben. Ein raffiniertes Spiel mit verschiedenen Ebenen und Perspektiven, Traum und Realität, Motiven der Erinnerung mit einem Bezug zur Befindlichkeit der digitalen Gesellschaft und der Welt. Der virtuose Erzählstil und die fesselnde Sprachkraft ziehen den Leser in die Welt der Figuren hinein, die von intensiver Lebendigkeit sind.

Alexander Petermann, gerade in seinen 50ern angekommen, wird von einem ungewöhnlichen Traum überrascht. Dieser Traum drängt sich an einem warmen Augusttag in sein Leben. Wie ein undurchschaubarer Berg aus Gedankenwolken türmen sich Fragen über Fragen auf. Zunächst will er sich diesen Traumfilm nicht anschauen, sich nicht damit beschäftigen. Er will diese Fragen nicht stellen! Er will sich diesen Fragen nicht stellen! Doch dann siegt die Neugierde in ihm. Hatte er in der Nacht wirklich sein ganzes Leben nachempfunden und durchlebt, alle Facetten und Erlebnisse, alle Höhen und Tiefen? Gleich mit dem Frühstück will er beginnen mit dem Entflechten der Gedanken, dem Entziffern der vielleicht größten Geschichte seines Lebens – und sie niederschreiben.

Alexander Petermann durchlebt an diesem Sommertag zahlreiche Stationen. Es tauchen Kindertage im Elternhaus mit spannenden Besuchen aus aller Welt auf. Ferien mit Freunden am See, die tragisch enden. Der Traum führt ihn in den Arbeitsalltag mit vielen Routinen wie im Hamsterrad, kein Entkommen!? Er zeigt ihm Lebensbilder, Menschenbilder, Personenbilder. Er zeigt ihm die Zeit des Nicht-wissen-wer, des Nicht-wissen-was, des Nicht-wissen-wie, des Nicht-wissen-wo, die Zeit des Nicht-wissen-warum, des Nicht-wissen-weshalb, die Zeit des Nicht-wissen … Und nach über 30 Jahren die gleichen Fragen einer ver-rückten (im Sinne von weggerückten) Wahrnehmung, ver-rückt aus einer anderen Perspektive? Erlebnisse und Erfahrungen mit Lernen, Leben, Lieben, mit Beobachten, Begreifen, Beginnen, mit Genießen, Gelingen, Geteiltem, mit Spannung, Spiel und Spaß, mit Freude, Frohsinn und Freundschaft …

Das Lied »Programmiert« von Tim Bendzko animiert ihn zur genauen Betrachtung seiner eigenen Befindlichkeit. »Ein Blick zurück oder doch nach vorne …« stellt einen Bezug zur Befindlichkeit der digitalen Gesellschaft und der Welt her, die sich eindringlich zu Wort meldet aus ihrer Perspektive. Aus seinem bisherigen Leben heraus lockt schließlich die Versuchung nach einem neuen Ich, der er fast erlegen ist.

Der Traum ist der unerwartete, willkommene Auslöser, zunächst verstörend als Störer, Lebensstörer empfunden. Stand Alexander Petermann noch am Morgen vor der größten ungeschriebenen Geschichte seines Lebens, so liegt diese am späten Abend vor ihm, erfasst in der wichtigsten Datei auf seinem Laptop: die größte geschriebene Geschichte seines Lebens, »Nie mit, aber auch nicht ohne«. Sie hat ihn versetzt in innere Landschaften, in bekannte und unbekannte Regionen, in Randzonen und in die Mitte des Lebens.
»Und morgen fange ich wieder neu an«, beendet er den ereignisreichen und prallgefüllten, warmen Sommertag im August mit einem Glas seines Lieblings-Sekts, Riesling Methode Champenoise. Da die Zeit nach dem vollbrachten Werk um Mitternacht dazu schon reif ist, fängt er wieder an zu träumen. Von einem leisen Wind lässt er sich mitnehmen und es klingt wie der Beginn von …
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